Kolloquium für Osteuropäische Geschichte

Liebe Studierende, liebe Kolleginnen und Kollegen sowie anderweitig Interessierte,

wenn nicht anders vermerkt, findet unser Kolloquium im Wintersemester 2020/21 mittwochs 18-20 Uhr online via Zoom statt. Bitte melden Sie sich bei Agnieszka.Zaganczyk-Neufeld@rub.de an, um die Zugangsdaten zu bekommen.

Das Kolloquium steht allen Interessierten offen.

Den Plan als PDF zum Ausdrucken finden Sie hier.

Eine Buchpräsentation von Rising Subjects. The 1905 Revolution and the Origins of Modern Polish Politics, University of Pittsburgh Press, 2020

Rising Subjects will die enormen Umwälzungen der politischen Öffentlichkeit erklären, die in der Revolution von 1905 im Königreich Polen, das damals zum russischen Zarenreich gehörte, veränderten. Dieser Wandel war einer der seltenen, von Unten injizierten Demokratisierungsprozesse in der Geschichte Polens. Gemeint sind hier sowohl die politische Transformation als auch die veränderten politischen Identitäten der in der Revolution massenhaft mobilisierten Arbeiter/innen.

Erläutert wird, wie die von den Massen getragene, anfänglich amorphe Revolte zur mächtigen sozialistischen Mobilisierung anwuchs –mit wachsender Unterstützung der nationalen Idee in der Bevölkerung, zu einer Niederlage der Revolution führte. Die nationalistische Position, die starke antisemitische Züge aufwies, setzte sich bis zum Ende der Revolution von 1905 durch. Nationalismus erklärt jedoch nicht nur Ursache und Niederlage der Revolution, sondern veränderte nachhaltig und dauerhaft die Struktur der politischen Öffentlichkeit in Polen.

Anhand breit angelegter Quellenarbeit (autobiographische Aufsätze, politische Flugblätter, Zeitungen u.A.), skizziert Marzec die Herausforderungen der Demokratisierung in einer multi-ethnischen Gesellschaft, die nach Selbstbehauptung gegenüber einer imperialen Macht strebte.

In dem Vortrag wird die Revolution von 1905 auch in breitere globale Sequenzen eingebettet und kontrastiv über die politischen Trajektorien des Königreichs Polens als Teilgebiet eines ausgehenden Imperiums nachgedacht.

Herr Marzec ist zurzeit zu Gast am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte im Rahmen des Programms Research Assistantship der RUB Research School.

Achtung: Montagstermin, kein online-Termin

Im Rahmen der Vortragsreihe der Porta Polonica „Kultur und Geschichte der Polen in Deutschland“ in Zusammenarbeit mit der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets und dem Kolloquium „Sozialgeschichte und Soziale Bewegungen“

Bitte beachten Sie: Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Der Vortrag findet statt im:

Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Clemensstraße 17-19
D-44789 Bochum

Vorstellung des College of Europe und der Bewerbungsmodalitäten

Das Europakolleg hat kürzlich die Einschreibungen für das akademische Jahr 2021-2022 eröffnet. Das postgraduale Bildungsangebot wird durch Zuschüsse des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (via Europäische Bewegung Deutschland), des Bundeslands Nordrhein-Westfalen, sowie der Europäischen Kommission und des Parlaments für deutsche Studenten unterstützt. In diesem Jahr erhielten die meisten deutschen Studenten am Europakolleg ein Teil- oder Vollstipendium, auf dem Natolin-Campus in Warschau sind in diesem Studienjahr sogar alle deutsche Studenten Stipendiaten.

Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Studierenden der RUB.

„Der Osten im Westen“ ist ein Blog für alle Studierenden, die an der RUB und den Partneruniversitäten der Universitätsallianz Ruhr, die „etwas mit Osteuropa“ machen und darüber schreiben. Zu finden sind hier sowohl Essays, die im Rahmen von Lehrveranstaltungen entstanden sind, als auch Berichte über studentische Projekte und Auslandsreisen, und schließlich Leseempfehlungen.

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DGO